Es ist wieder Zeit für ein «12 von 12». Was bedeutet das? Das ist ein Fotoprojekt, eine alte Tradition, bei der Bloggerinnen und Blogger am 12. eines Monats ihren Tag mit 12 Fotos dokumentieren. Damit geben sie einen Einblick in ihre Welt und ihren ganz gewöhnlichen Alltag.
Hier kommen zwölf Bilder von meinem Tag. Übrigens, wenn mein Tag eine Farbe hätte, dann wäre es die Farbe grün.

Barfuss auf der Dachterrasse im Dunkeln: Auch wenn es draussen noch dunkel und trübes Wetter ist. Ich starte mein Morgenritual, das ich letztes Jahr begonnen habe. Barfuss auf die Dachterrasse gehen. Ich nutze diesen Moment und überlege mir drei Dinge, wofür ich heute dankbar bin. Damit stärke ich nicht nur meine Gesundheit, sondern beuge auch bewusst vor, dass ich nicht dem Negativitätsbias verfalle, sondern meine Liste mit 100 Dingen, wofür ich dankbar bin, erweitern kann.

Meine Meditation beginnt mit einem Text aus Psalm 30. Auf dem Bild siehst du auch die Jahreslosung: Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu. Offenbarung 21,5. Diese ruhige, besinnliche Zeit, oft am frühen Morgen, hilft mir, mich bewusst auf den Tag einzustellen und auszurichten.

Mein Arbeitstag als Life Coach und Supervisorin startet im Homeoffice, online. Früher dachte ich online zu arbeiten sei nichts für mich, weil ich dort meine Kreativität nicht einbringen könne. Unterdessen habe ich erfahren, dass online nicht trocken sein muss und es wunderbare Möglichkeiten gibt, kreativ zu arbeiten. Hier visualisiere ich gerade etwas mit einem roten Faden.

Nach einem gemütlichen «Zmorge» mit meinem Mann, mache ich mich auf den Weg in meine Praxis in Wettswil am Albis. Was mir auffällt, sind die satten Moostöne auf den Steinen. Das hellgrüne Moos fasziniert mich sehr und bringt frisches Grün in den Tag mit diesem trüben Wetter. Diese 12von12-Tradition hilft mir einen Blick für das Unscheinbare und doch Wunderschöne im Alltag zu bekommen.

Zum Glück hat jemand einmal den Regenschirm erfunden. Unter meinem grünen Schirm mit dem wunderschönen Blätterdach komme ich trocken zum Ziel. Unterwegs beobachte ich, wie bei einer Frau der Schirm vom Wind herumgewirbelt wird und nach aussen kehrt. Ich bin dankbar, dass meiner stabil ist.

Meinen Kundinnen und Kunden gefällt es in meinem Praxisraum in Wettswil a. A. Dieses Feedback erhalte ich immer wieder. Es freut mich sehr und auch ich bin gerne dort. Der grosszügige Raum ermöglicht sehr vieles, sei es mit einzelnen Personen oder auch mit kleinen Gruppen in der Gruppensupervision.

Vor der Mittagspause gehe ich bei meiner Schwiegertochter im Blumenladen vorbei und hole mir ein paar Blüten. Kreativität und Floristik dürfen mich dieses Jahr immer wieder begleiten. Heute sind es Ranunkeln. Blumen sind für mich mehr als eine nette Deko, sie erfreuen mich und lassen mich staunen über die Wunder in der Schöpfung.

Am Nachmittag geht es weiter in der Praxis, die mitten im Dorf steht. Unterwegs komme ich an dem alten «Türmlihaus» vorbei, das früher einmal ein Schulhaus war. Es ist ein vertrautes Bild durch den Dorfkern zu gehen, da mein Mann und ich seit über 40 Jahren in Wettswil wohnen und hier auch unsere drei Kinder aufgewachsen sind.

Ich widme mich noch einer Lektion Englisch um die Sprache aktuell zu halten. Duolingo ist mir dabei eine konkrete Hilfe, um dran zu bleiben. Im Jahresrückblick 2025 habe ich von meinem Duolingo-Score in Spanisch (20) und Englisch (68) geschrieben. In diesen letzten Monaten habe ich ihn auf 86 erhöht und mir damit gezeigt, dass es Auswirkungen hat, wenn man dran bleibt.

Mein Mann und ich machen schon zum dritten Mal bei einem Gospelprojekt mit. Die Auftritte von Goodspell mit einem Chor von über 50 Sängerinnen und Sängern sind am 14. und 15. März im Casino in Affoltern am Albis geplant. Hier üben wir gerade ein paar Passagen, damit sie tonlich sitzen. Die grösste Herausforderung ist es, die 15 Lieder auswendig zu können. Da sind wir noch dran.

Nach dem Abendessen lese ich noch ein Kapitel aus dem Buch von Johannes Hartl. Die Kraft eines fokussierten Lebens. Je länger je mehr erachte ich es als eine grosse Herausforderung in unserer Zeit. So vieles verlangt unsere Aufmerksamkeit und wir sind ständig gefordert, uns zu überlegen, wem oder was wir unsere Aufmerksamkeit und Zeit schenken wollen.

Im Blogartikel «5 Dinge, die ich 2026 als Life-Coach/Supervisorin verändere» habe ich geschrieben, dass ich Büchern 2026 mehr Raum geben will. Dieses ist das nächste in dieser Reihe.

Der Tag klingt ruhig aus. Mein Mann und ich schauen noch einen Moment bei der Olympia zu. Einmal mehr staune ich, was die Athletinnen und Athleten alles auf sich nehmen, um hier dabei zu sein und ihre Talente und Fähigkeiten zu zeigen. Auf dem Sofa zuzuschauen ist definitiv gemütlicher, als selbst auf der Piste oder auf dem Eisfeld zu stehen. In diesem Bereich war ich heute nur Zuschauerin, aber in meinem Leben war ich auch aktiv und mitten im Geschehen und darum schaue ich dankbar und zufrieden auf den Tag zurück.

Wenn du auch in Zukunft sporadisch Impulse rund um das Thema Life Coaching, Persönlichkeitsentwicklung und Neuorientierung erhalten willst, dann trage dich gerne in meinen Impulsletter ein.

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