
Das Wichtigste in Kürze
Dankbarkeit ist keine Stimmung, die einfach kommt. Es ist eine Haltung, die du trainierst wie eine Gewohnheit.
Du musst nicht dankbar sein für eine schwierige Situation, sondern für das, was dir geholfen hat, sie zu meistern.
Dankbarkeit wirkt nachweislich auf Gehirn und Körper: Sie stärkt zentrale Hirnregionen, kann Stress senken und sogar deine Beziehungen stärken.
Am besten übst du sie in einfachen Momenten, nicht erst in der Krise.
Mit der 7-Tage-Mini-Challenge kannst du noch heute anfangen, mehr Dankbarkeit in deinen Alltag zu bringen.
Manche Menschen tragen eine besondere Ruhe und Zufriedenheit in sich, die uns berührt.
Meine Mutter war ein solcher Mensch. Bis zu ihrem Tod mit 90 Jahren hat sie mir Dankbarkeit vorgelebt. Wenn sie ihre Pillen nahm, verband sie es mit einem kleinen Morgenritual, das ihr half, Dankbarkeit zu pflegen. Wie genau das aussah, erzähle ich in meinem Mini-Tipp mit Maxi-Wirkung Nr. 3: Gönn dir Dankbarkeit. Was mich seither aber nicht mehr loslässt, ist die Frage dahinter: Was ist Dankbarkeit eigentlich? Ist sie mehr als ein weiteres To-do auf einer Liste? Wie lernt man sie wirklich? Genau darüber will ich in diesem Artikel schreiben, tiefer, als es in einem Mini-Tipp Platz hatte. Denn ich bin überzeugt, dass Dankbarkeit eine Superressource für ein gelingendes Leben ist.

Was ist Dankbarkeit eigentlich?
Dankbarkeit ist nicht nur ein flüchtiges Gefühl, sondern eine Haltung, die wir bewusst einnehmen und trainieren können.
Dankbarkeit ist die bewusste Entscheidung, den Blick auf das zu richten, was in unserem Leben bereits gut, schön und wertvoll ist. Dadurch gewinnen wir Abstand und können unser Leben aus einer weiteren Perspektive betrachten, nicht nur mit dem Blick darauf, was uns fehlt, sondern auch auf das, was uns geschenkt ist.
Während Dankbarkeit unseren Blick auf das Vorhandene lenkt, richtet eine Mangelhaltung die Aufmerksamkeit vor allem auf das, was fehlt.
Dankbarkeit entsteht, wenn wir etwas als wertvoll wahrnehmen, das wir empfangen haben. Das kann sein, dass wir etwas von einer anderen Person empfangen oder dass wir es als Geschenk einer höheren Macht, von Gott oder vom Leben selbst erfahren.
Dankbarkeit ist eine Superressource für mehr Zufriedenheit im Leben. Viele Menschen, die zu mir in die Beratung kommen, sind unzufrieden. Und wenn ich genauer hinschaue, entdecke ich oft ein ähnliches Muster: Der Fokus liegt auf dem, was nicht funktioniert, was fehlt oder was schiefgelaufen ist. Oder was andere oder sie selbst vermeintlich falsch gemacht haben. Ein erster Schritt aus diesem Dilemma führt über Dankbarkeit.
Du musst nicht dankbar sein für das, was passiert ist, sondern für das, was daraus wachsen durfte.
Hier möchte ich etwas klarstellen, das mir wichtig ist: Niemand muss dankbar sein für eine schwierige oder verletzende Situation. Das wäre zynisch. Was aber möglich ist: den Blick zu schärfen für das, was daraus wachsen durfte. Welche Ressourcen haben dir geholfen, damit umzugehen? Was hast du dadurch entwickelt, das heute von Wert für dich ist?
Dankbarkeit bedeutet nicht:
- alles schönzureden,
- Leid zu verleugnen,
- immer positiv denken zu müssen,
- keine Grenzen setzen zu dürfen,
- auf Veränderungen zu verzichten oder
- für Unrecht oder Verletzungen dankbar sein zu müssen.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Nicht: Sei dankbar für dein Leid. Sondern: Schau, was in dir stark geworden ist, während du es durchlebt hast. Dankbarkeit bedeutet, das Gute trotz des Schwierigen wahrzunehmen.
Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: Als ich Anfang des Jahres eine Krebsdiagnose erhielt, war ich dafür nicht dankbar. Aber ich war sehr dankbar, dass der Krebs rechtzeitig entdeckt und entfernt werden konnte und sich keine Metastasen zeigten. Ich war dankbar für Menschen, die mich durch diese Phase begleitet haben, und dass die Operation gut verlaufen ist.
So erlebe ich es auch bei vielen meiner Klientinnen. Sie haben schwierige Erfahrungen in ihrer Ursprungsfamilie, in Beziehungen oder am Arbeitsplatz gemacht. Das war nicht richtig und darf klar benannt werden. Ich kann gut verstehen, dass sie sich verletzt, ohnmächtig oder ausgeliefert fühlen und aus diesem Erleben heraus frustriert sind oder andere anklagen. Sie waren Opfer einer schwierigen Erfahrung, aber sie müssen nicht Opfer bleiben. Unrecht müssen wir niemals beschönigen. Der befreiende Wendepunkt entsteht jedoch oft dann, wenn sie erkennen, welche eigenen Ressourcen ihnen geholfen haben und wie sie diese nutzen können. Plötzlich richtet sich der Blick auf das, was sie geschafft haben, und darauf, wie sie an innerer Stärke gewachsen sind.
Welchen Einfluss hat Dankbarkeit auf dein Gehirn?
Dankbarkeit ist nicht nur ein schönes Gefühl, sie beeinflusst auch unser Gehirn positiv. Darauf bin ich bei der Neurowissenschaftlerin Dr. Barbara Studer gestossen. In ihrem Buch «Hirn Power» schreibt sie: Emotionen wie Dankbarkeit, Hoffnung und Liebe wirken schützend und stärkend auf unsere Gehirnstrukturen. Diese positiven Emotionen aktivieren mehrere Bereiche des Gehirns, einerseits kurzfristig beim Erleben der Emotion, andererseits langfristig, indem sie unter anderem den präfrontalen Kortex (der Aufmerksamkeit, Problemlösung und Selbstkontrolle steuert), den Hippocampus (der Gedächtnis und die Lernfähigkeit steuert), das Belohnungssystem (das Motivation und Wohlbefinden steuert) und die Amygdala (die Emotionen verarbeitet) stärken.
Dankbarkeit ist Wellness fürs Gehirn!
Dr. Barbara Studer
Alles, was du emotional und psychisch erlebst, hinterlässt Spuren in deinem Gehirn und beeinflusst, wie du denkst, fühlst und handelst. Darum lohnt es sich, unser Gehirn mit Gedanken der Dankbarkeit zu nähren und achtsame Praktiken sowie stärkende Gefühle bewusst zu kultivieren.
Vereinfacht gesagt passiert Folgendes: Dankbarkeit hilft deinem Gehirn, ruhiger zu werden. Du kannst klarer denken, leichter lernen und reagierst weniger schnell im Alarmmodus. Genau deshalb fühlen sich Menschen nach einer Zeit regelmässiger Dankbarkeit oft gelassener.
Wie hilft Dankbarkeit auch deiner Gesundheit?
Dankbarkeit kann ein guter, wichtiger Schutzfaktor für unsere Gesundheit sein, sowohl psychisch als auch körperlich. Sie erhöht einerseits unser Wohlbefinden und kann depressive Symptome und Stresserleben verringern und uns helfen, uns zu erden. Die Emotionsforscher Ruben Langwara und Dirk W. Eilert bestätigen das in ihrem Buch Die Kraft unserer Emotionen: Dankbarkeit wirkt nicht nur aufs Gehirn, sondern auf den ganzen Körper. Studien zeigen zum Beispiel, dass sie die Entzündungswerte senkt, die Schlafqualität verbessert und das Gefühl von Einsamkeit spürbar verringert.
Wie stark Dankbarkeit sogar unser Verhalten verändert, zeigt zudem ein Experiment des Psychologen David DeSteno: Versuchspersonen durften wählen, ob sie sofort 17 Dollar erhalten oder drei Monate warten für 85 Dollar. Wer vorher an einen Moment der Dankbarkeit dachte, wartete deutlich geduldiger.
Warum fällt es oft schwer, dankbar zu sein?
Warum fällt uns Dankbarkeit trotz all der Gründe, die dafür sprechen, oft so schwer? Das liegt am sogenannten Negativitätsbias:
Unser Gehirn ist darauf ausgerichtet, Gefahren, Stress und Mangel schneller wahrzunehmen als das Gute. Das ist ein alter Schutzmechanismus, der völlig normal ist, aber oft zu einer verzerrten Wahrnehmung führt.
Dazu kommt, dass die Gesellschaft, die Medien und viele Menschen gewohnt sind, das Negative zuerst zu erzählen. Unser Blick richtet sich ständig auf das, was fehlt, statt auf das, was bereits da ist. Das bewirkt Unzufriedenheit, weil wir ständig einen Mangel wahrnehmen.
Ein weiterer Grund ist, dass wir ständig in Gefahr sind, uns zu vergleichen. Oft sehen wir, was andere haben und wir nicht, und dieser Vergleich bewirkt ein Mangeldenken und löst Neid und Unzufriedenheit aus.
Die gute Nachricht auf diese Tendenz heisst Neuroplastizität: Unser Gehirn ist veränderbar. Durch Dankbarkeit und durch sanfte, regelmässige Wiederholung knüpfen wir neue neuronale Verbindungen. Das führt uns weg von der automatischen Mangelperspektive, hin zu einem wachen Blick für das Gute.
Genau das hat meine Mutter mir vorgelebt. Sie hat nicht erst dann angefangen, dankbar zu sein, als es schwierig wurde. Sie hat es sich zur Gewohnheit gemacht, lange vorher. Und deshalb konnte sie darauf zurückgreifen, als es zählte.
Wie wirkt sich Dankbarkeit auf Beziehungen aus?
Dankbarkeit ist beziehungsfördernd, denn sie verbindet uns mit anderen Menschen. Sie erdet uns und macht uns bewusst, dass sich nicht alles in der Welt um uns dreht, sondern dass wir als soziale Wesen geschaffen sind, um in Beziehung zu leben. Das kann uns helfen, zufriedener und zugänglicher füreinander zu werden, und kann auch das subjektive Empfinden von Einsamkeit verringern.
Dankbarkeit steht im Zusammenhang mit unserem Erleben von Nähe und Verbundenheit. Dabei spielen auch körperliche Prozesse, wie Oxytocin, das als Bindungshormon bekannt ist, eine Rolle.
Wenn wir in einer Ehe oder Partnerschaft bewusst Dankbarkeit füreinander empfinden und ausdrücken, stärkt das die Beziehung und die gegenseitige Bindung. Ebenso kann sie unser soziales Verhalten fördern. Wenn wir dankbar sind, nehmen wir Gutes nicht als selbstverständlich hin, sondern würdigen und wertschätzen es. Das kann dazu beitragen, dass Menschen zufriedener und verbundener leben.
Wenn wir aufhören, das Gute bewusst wahrzunehmen, verliert es seinen Wert, obwohl es immer noch da ist. Genau deshalb ist Dankbarkeit etwas, das wir immer wieder bewusst üben dürfen.
Wie lernst du, dankbar zu sein?
Dankbar zu sein, kann man lernen. Es ist wie ein Muskel, den wir aktivieren und dadurch stärken können. Es ist kein Zustand, den man einfach hat. Am besten lernen wir Dankbarkeit in kleinen, alltäglichen Schritten, nicht erst dann, wenn wir in einer grossen Krise stecken. Genau wie meine Mutter mit ihrer täglichen «Pille». Zudem hilft es dir, wenn du auf folgende Punkte achtest:
- Trenne Dankbarkeit von einer herausfordernden Situation. Du darfst etwas als schwierig, schlecht oder falsch benennen und trotzdem den Blick auf das lenken, was daneben auch noch ist. Etwas, was dich getragen hat und wofür du dankbar bist, auch wenn dadurch nicht alles im Leben supergut ist.
- Entscheide dich bewusst für Dankbarkeit. Dann ist es ähnlich, wie ein Schalter, den du umlegst. Du entscheidest, wohin du deinen Blick und deine Aufmerksamkeit lenken willst. Auch hier gilt, dass unsere Energie dorthin geht, wo unsere Aufmerksamkeit ist.
- Mach es konkret, nicht abstrakt. Nicht «Ich bin dankbar für mein Leben», sondern: für diesen einen Moment heute, diese eine Person, diese eine Fähigkeit, dieses eine Erlebnis.
- Nimm wahr, wie sich Dankbarkeit in deinem Körper anfühlt. Wo und wie spürst du es am besten? Dazu kannst du dir z. B. ein Bild oder Foto heraussuchen, das dich sofort dankbar macht, schaue es dir bewusst an und erinnere dich, wie es sich im Körper angefühlt hat.

Wenn du noch mehr Inspiration suchst, wie du bewusst Freude und Dankbarkeit in deinen Alltag holst: In meinen über 50 Ideen für mehr Lebensfreude findest du viele weitere Denkanstösse.
Deine 7-Tage-Mini-Challenge für mehr Dankbarkeit
Dankbarkeit lernen heisst nicht, mehr zu wissen, sondern zu üben, Tag für Tag, wie meine Mutter mit ihrer «Pille». Darum hier eine kleine Challenge für dich: leichte, spürbare Impulse Tag für Tag, für die kommende Woche.
- Tag 1 – Halte Dankbarkeitsmomente fest: Denke heute Abend vor dem Schlafen an drei Dinge, für die du dankbar bist. Das muss nichts Grossartiges sein, es darf ruhig klein und alltäglich sein. Wenn du es sogar aufschreibst, würdest du dadurch die Wirksamkeit erhöhen, aber es funktioniert auch mit Denken.
- Tag 2 – Drücke Dankbarkeit aus: Schreib einem Menschen, der dein Leben positiv beeinflusst hat, ein paar Zeilen oder ruf die Person an. Sag ihr, wofür du gerade dankbar bist oder was sie dir bedeutet.
- Tag 3 – Beschenke dich selbst mit einer Karte: Schreib dir selbst eine schöne Karte mit ein paar Zeilen, wofür du dankbar bist. Ja, an dich selbst. Schreibe drei Dinge auf, die du an dir selbst schätzt oder die du heute gut gemeistert hast.
- Tag 4 – Erstelle deine eigene Dankbarkeitsliste: Beginne deine eigene Liste und starte mit den ersten 10 Dingen, wofür du dankbar bist. Vielleicht magst du sie später mal ergänzen, wichtig ist, einfach mal anzufangen. Meine eigene Dankbarkeitsliste umfasst inzwischen über 100 Einträge. Wie sie aussieht, zeige ich dir hier.
- Tag 5 – Gönne dir einen Blick zurück: Denk an eine herausfordernde Situation in deinem Leben, die du gemeistert hast und aus der du gestärkt hervorgegangen bist. Du brauchst nicht dankbar zu sein für die Situation selbst, aber vielleicht erkennst du, welche Ressource dir geholfen hat, damit umzugehen. Wenn du generell mehr übers Schreiben als Reflexionswerkzeug wissen willst, findest du hier über 20 Gründe, warum Journaling so wertvoll ist.
- Tag 6 – Erlebe Dankbarkeit: Achte heute auf eine Sache, die du schmecken, hören oder riechen kannst (z. B. den ersten Schluck Kaffee oder Tee am Morgen), und spüre ihr 3 bis 10 Sekunden lang ganz bewusst nach.
- Tag 7 – Halte kurz inne: Nimm dir einen Moment Zeit und frage dich: Wer oder was trägt mich in meinem Leben? Wofür bin ich dabei dankbar? Für mich persönlich ist die Antwort mein Schöpfergott.
➡️ Sieben Tage reichen zwar noch nicht, um Dankbarkeit zur Gewohnheit zu machen, aber sie genügen, um zu spüren, was sich verändert, wenn du anfängst.
Der tiefere Grund: Vertrauen
Für mich persönlich hat Dankbarkeit noch eine weitere Ebene. Sie hängt mit Vertrauen zusammen, nämlich dem Vertrauen, dass ich in etwas Grösserem aufgehoben bin. Wenn ich den Blick von den einzelnen Dankbarkeitsmomenten löse, frage ich mich: Wer oder was trägt mein Leben im Tiefsten? Für mich ist die Antwort klar: mein Glaube an Gott. Ich weiss, dass er Ja zu mir sagt, mich liebt, mich einzigartig geschaffen hat und über meinem Leben wacht. Das erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit.
Du musst diese Ebene nicht teilen, um dankbar sein zu können. Aber ich glaube, dass Dankbarkeit leichter fällt, wenn wir darauf vertrauen dürfen, dass wir unser Leben nicht ganz allein tragen müssen, sondern uns erlauben, in ein Vertrauen hineinzugehen, das grösser ist als wir selbst. Je tiefer unser Vertrauen, desto leichter fällt uns Dankbarkeit.
Vielleicht war genau dieses Vertrauen das eigentliche Geheimnis meiner Mutter. Sie hat nicht nur über Dankbarkeit gesprochen, sie hat sie gelebt, und zwar bis an ihr Lebensende. Ihre letzten beiden Worte waren: Danke, danke. Je älter ich werde, desto mehr verstehe ich, wie weise damals ihr kleines Pillen-Ritual war.
Und jetzt zu dir? Welche Sache hast du heute vielleicht als selbstverständlich abgespeichert, für die du eigentlich tief dankbar sein kannst? Wofür könntest du heute bewusst Danke sagen? Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich freue mich darauf, von dir zu lesen!
Wenn du gerade erst einsteigst und lieber mit einer kurzen Übung beginnen willst: Schau dir meinen Mini-Tipp mit Maxi-Wirkung Nr. 3 an: Gönn dir Dankbarkeit.
Wenn du merkst, dass du bei alledem Begleitung benötigst, lade ich dich herzlich zu einem unverbindlichen, kostenlosen Kennenlerngespräch ein.
FAQ
Dankbarkeit ist die bewusste Entscheidung, den Blick auf das zu richten, was schon da ist und gut ist. Es ist nicht automatisch vorhanden, sondern eine Haltung, die man einübt und die zu einer Gewohnheit wird.
Am besten übst du in einfachen, alltäglichen Momenten – nicht erst, wenn es schwierig wird. Ein Dankbarkeitstagebuch, in dem du abends drei Dinge notierst, ist ein guter Einstieg.
Nein. Du musst nicht dankbar sein für das, was dir wehgetan hat – aber du kannst den Blick darauf richten, welche Ressourcen dir geholfen haben, damit umzugehen.
Dankbarkeit stärkt nachweislich Gehirnstrukturen wie den präfrontalen Kortex, den Hippocampus und das Belohnungssystem – und senkt laut Interventionsstudien schon nach wenigen Wochen den erlebten Stress.
Das liegt am sogenannten Negativitätsbias: Unser Gehirn nimmt Gefahren und Mängel von Natur aus schneller wahr als das Gute. Dazu kommen gesellschaftliche Vergleiche, die zusätzlich Neid und Unzufriedenheit auslösen können. Die gute Nachricht: Dank Neuroplastizität lässt sich das trainieren.
Erste Effekte auf Stresserleben und mentale Fitness zeigen sich in Studien bereits nach wenigen Wochen regelmässiger Übung. Zum Ausprobieren eignet sich meine 7-Tage-Mini-Challenge.
Dankbarkeit verbindet uns mit anderen Menschen und macht uns zugänglicher füreinander. Sie stärkt das Gefühl von Nähe und Verbundenheit. Das gilt für Beziehungen im Privaten genauso wie im beruflichen Kontext. Sie kann sogar das Gefühl von Einsamkeit verringern.

ist Life Coach, psychosoziale Beraterin HFP, Supervisorin und Mutmacherin aus Wettswil am Albis (Schweiz).
Seit über 30 Jahren begleitet sie Frauen und Fachpersonen im Bereich Coaching und psychosozialer Beratung dabei, ihr Leben und ihre Arbeit mutig, klar und echt zu gestalten – sei es in der Persönlichkeitsentwicklung, bei einer Neuorientierung oder in der beruflichen Weiterentwicklung. Sie liebt es, wenn Augen zu leuchten beginnen und Klarheit entsteht. Ihr Ansatz ist kreativ, integrativ und geprägt von Herzlichkeit und Tiefgang.
«Gschtalt dis Läbe! Muetig, ächt und lebändig.»
Mehr über mich erfährst du hier!

Liebe Esther, herzlichen Dank für diesen wichtigen und tollen Blogartikel. Für mich ist Dankbarkeit auch ganz wichtig. Ich habe mir angewöhnt, bei kurzen Pausen zu überlegen, wofür ich heute bis zu diesem Zeitpunkt dankbar sein darf.
Alles Gute
Claudia
Liebe Claudia
Du hast eine wunderbare Gewohnheit, Dankbarkeit regelmässig in deinen Alltag zu bringen. Vielen Dank für diese wertvolle Ergänzung.
Herzliche Grüsse
Esther
Liebe Esther
herzlichen Dank für diesen berührenden und so wertvollen Artikel. Besonders die Geschichte deiner Mutter hat mich sehr bewegt, wie sie Dankbarkeit nicht nur gepredigt, sondern bis zum letzten Atemzug gelebt hat. Das ist ein Vorbild, das lange nachwirkt.
Besonders gut gefällt mir, wie klar du unterscheidest zwischen „dankbar sein müssen für Schweres“ und dem Blick auf das, was einen getragen und stärker gemacht hat. Das nimmt dem Thema jede Oberflächlichkeit und macht es echt und heilsam zugleich.
Man spürt in jeder Zeile, wie viel Herz und Erfahrung du in diesen Text gesteckt hast.
Alles Liebe und herzlichen Dank für deine wertvolle Arbeit!
Pia
Liebe Pia
Vielen Dank für deine Worte, sie freuen mich sehr. Es freut mich, dass ich dadurch auch etwas von dem Vermächtnis meiner Mutter weitertragen kann.
Auch dir alles Liebe und Gute.
Esther