Wann ist ein Jahr für dich ein gutes – wann ein schlechtes? Für mich ist es ein gutes Jahr, wenn trotz allem das Erfreuliche überwiegt. Und rückblickend kann ich sagen: 2025 war genau so ein Jahr.
Auch wenn ich den Abschiedsprozess und den Tod meiner Mutter als sehr schmerzhaft erlebte, überwog die Freude über vieles, das ich 2025 erleben durfte: die bereichernden Stunden mit meinem Mann Padruot, mit unserer Familie, den sechs Enkeln und lieben Freundinnen und Freunden.
Ich denke an wertvolle Gespräche in meiner Beratungspraxis, in denen ich miterleben konnte, wie Klientinnen und Klienten sich persönlich oder beruflich weiterentwickeln. Und ich erinnere mich an grossartige Ferien im Ausland – und an viele kulinarische Höhepunkte.
Wenn du Lust hast: Hier ist mein Jahresrückblick 2025, mit Bildern und all den emotionalen Tiefs und Hochs. Ich freue mich, wenn du mich ein Stück durchs Jahr begleitest.
Abschied von Mami und ihr Vermächtnis: «De Säge flüsst wiiter»
Das Thema Trauern zog sich wie ein roter Faden durch das ganze Jahr 2025. Nichts war in diesem Jahr so einschneidend wie der Tod meiner geliebten Mutter. Ich wusste, dass es kommen würde, aber als es dann so weit war und sie starb, traf es mich doch stärker, als ich gedacht hätte.
Sie war 90 Jahre alt und wir spürten alle, dass ihre Tage auf dieser Welt gezählt waren. Auch sie war sich dessen bewusst und verabschiedete sich bewusst von sehr vielen Menschen, die ihr etwas bedeuteten. Ich glaube, sie hatte in den letzten beiden Monaten mehr Besuch als wir in einem ganzen Jahr. Sie war versöhnt mit ihrem Leben und den Menschen und sagte, sie sei bereit zu sterben.
Einer ihrer grössten Wünsche war es noch, ihren neunzigsten Geburtstag mit ihrer ganzen Familie zu feiern. Dieser Wunsch ging in Erfüllung. Sie war zwar von der Krankheit gezeichnet, aber wie durch ein Wunder konnte sie noch einmal all ihre Kräfte mobilisieren. Es wurde ein Freudenfest und gleichzeitig wussten wir alle, dass es auch ein Abschiedsfest war.
Im Vorfeld sagte sie mir in ihrem typischen Berndeutsch: «Weisch i wür no so gärn aui einisch knuddle». Das war ihr tatsächlich möglich. Ich sehe sie noch vor mir, wie sie dabei strahlte. Auf dem Bild sieht man sie kaum, weil sie von ihren Urenkeln umrahmt ist. Nach dem Anlass meinte sie, es sei so schön gewesen, dass sie sich nicht vorstellen könne, dass es im Himmel noch schöner sein könne.
Zwei Wochen später starb sie – und ich war nur noch traurig. Mein Kopf sagte: Ich bin so dankbar für sie, ihr Leben und all den Segen, den sie weitergegeben hat. Aber mein Herz schrie: Ich vermisse dich, es tut so weh.

Kurze Zeit später trafen wir uns bei der Gedenkfeier. Diese stand unter dem Motto: «De Säge flüsst wiiter». Ja, sie war ein Segen für die ganze Familie, aber auch für viele andere Menschen. Sie hat etwas hinterlassen, das überaus kostbar ist. Sie lebte uns allen vor, was es heisst, «Zyt ha fürenand», Dankbarkeit, Zufriedenheit und Vergebungsbereitschaft zu leben, nicht nur in guten, einfachen Zeiten, sondern auch in schwierigen Umständen.
Dieses Vermächtnis und dieser Segen gehen jetzt weiter – zur nächsten, übernächsten und überübernächsten Generation. Als Zeichen dafür gestaltete ich diesen floralen Blumenbogen, damit sichtbar wird: Der Segen fliesst von ihr aus weiter, zu uns und allen Anwesenden.
Mehr zum Abschied von ihr und das Gedicht meiner Schwester dazu kannst du hier lesen.

Meine Arbeit als Coach, Supervisorin und Beraterin: stille Entwicklung, kleine Schritte und echte Durchbrüche.
Einen grossen Teil meiner Energie und Zeit flossen 2025 in meine Arbeit als Coach/Supervisorin und Beraterin. Dabei ging es vorwiegend um Weiterentwicklung, darum, dass Menschen persönlich oder beruflich wachsen und dabei aufblühen konnten. Vorwiegend waren es:
- Klientinnen und Klienten, die an einer Weggabelung standen und sich neu orientieren wollten.
- Führungspersonen, die mehr Sicherheit in Bezug auf ihre Aufgaben gewinnen konnten.
- Beraterinnen, Berater und Coaches, die ihre Beratungskompetenz vertieften.
- Beratungsfachpersonen, die den Weg zur HFP, eidg. Höhere Fachprüfung unter die Füsse nahmen.
Wenn ich jetzt darüber schreibe, merke ich, dass dieses Wachstum oft nicht so reisserisch ist und mit Fotos unterlegt werden kann. Manchmal sind es die kleinen Schritte, die meine Klientinnen wagen. Der zaghafte Mut, der sich in Entschlossenheit äussert, wenn sie Schritte gehen. Es zeigt sich darin, dass sie nicht aufgeben, auch wenn es wieder nicht geklappt hat. Oder wenn sie bereit sind, Denk- oder Verhaltensmuster zu verändern, obwohl das nicht immer einfach (aber möglich!) ist.


Es war eine der besten Entscheidungen, trotz meiner Pensionierung weiterzuarbeiten. Denn diese Aufgabe ist für mich sehr sinnstiftend, weil ich sehe, wie Menschen, unabhängig von ihrem Alter, mutig Schritte wagen und sich dabei weiterentwickeln.
Unterwegs zur HFP, eidg. Höhere Fachprüfung.
Ein Schwerpunkt lag dieses Jahr bei der Weiterentwicklung von Beratungsfachpersonen, wie Coaches und Berater:innen. Ich durfte einige als Lehrsupervisorin und auf dem Weg zur HFP begleiten. So war es dann auch ein Höhepunkt mit ihnen auf eine erfolgreich bestandene Prüfung HFP anstossen zu können. Christina Witzig, Tanja Nikkli und Jeannette Papadopoulos dürfen jetzt den geschützten Titel «Beraterin im Psychosozialen Bereich mit eidgenössischem Diplom» tragen.

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Ich hans coaching bi dir mega gschätzt! es het mich am ahfang mega muet chostet de schritt zmache aber ich han mich vom erste moment ah so wohl und ufghobe bi dir im coaching gfühlt. durch dini understützig han ich einiges döfe ahgah und han so durchbrüch chöne erlebe, die mich witer ih minere beruefig und persönlichkeitsentwicklig bracht hend! danke dir viel mal für dini wertvolli arbeit!
Naomi (ü20)
Ins Coaching ging ich initial, weil ich an einen sicheren Ort mit meinen Gefühlen und Gedanken hinwollte. Bewirkt hat es, dass ich unterschiedliche «Baustellen» einzeln anschauen und analysieren konnte, um danach die Richtung wieder zu sehen, in die es gehen soll.
Esther (ü50)
«We are Family»: Enkelkinder hüten, geniessen und mit ihnen feiern
Immer wieder stehen in meiner Agenda die Namen unserer Kinder und Enkelkinder: Gemeinsam feiern, Kinder hüten oder einfach Zeit verbringen.
«Dörfe mir wieder e Mal bi eu cho schlafe?» fragten uns manchmal unsere Enkel. Und wenn immer es ging, ermöglichten wir es ihnen gerne. Auch 2025 gab es viele fröhliche Geburtstagsfeste, Schülerkonzerte und gemeinsame Ausflüge.
Werken und Basteln mit Grossmami war auch hoch im Kurs. Und zur Not stand ich beim Fussballspielen sogar im Tor, erzählte viele Geschichten, spielte mit Puppen oder im «Verchöiferlilade».



Ferien auf La Isla de San Miguel de La Palma
Mein Mann und ich waren schon zum zweiten Mal auf der nordwestlichsten Insel der Kanaren. Etwas vom Eindrücklichsten, was wir dort dieses Jahr erlebten, war der Blick in die Milchstrasse auf über 2300 m über Meer; auf dem höchsten Berg der Insel. Es war eine pechschwarze Nacht – bis dahin wusste ich gar nicht, dass es so dunkel sein kann, dass man nicht mal sieht, wer direkt neben einem ist. Wir sahen nichts ausser dem gigantischen Sternenhimmel. Wäre es nicht so bitterkalt gewesen, wäre ich am liebsten die ganze Nacht über dort liegengeblieben und hätte ehrfürchtig gestaunt.

Neben dem, dass wir die Zeit mit unseren Freunden in allen Zügen genossen haben, gab es noch viele weitere Naturwunder, die mich während dieser Ferien faszinierten: Drachenbäume, wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten, karge Vulkanlandschaften und erste Sukkulenten, die wieder zu wachsen begannen. Aber auch das Streifen durch den Regenwald.




Mittragen, mitfiebern, mitfreuen: Eine Woche Innsbruck – Veras Floristik-Meisterprüfung
«Kannst du mich bei meiner Meisterprüfung als Floristin unterstützen?», fragte mich meine Schwiegertochter, Vera.
Sie hatte die Freude an der Floristik entdeckt und wollte bei der Meisterprüfung ihre Werkstücke in Innsbruck präsentieren. «Ja klar, das mache ich gerne», sagte ich. Einerseits war es ein Vertrauensbeweis, dass sie mich als Schwiegermutter als fachliche und emotionale Unterstützung auswählte. Ich war sicher auch mitbeteiligt daran, dass sie zur Floristik inspiriert wurde.
Sie war meine beste Schülerin, als ich während der Corona-Zeit Online-Floristik-Kurse gab – und sie setzte jede Idee sofort um.
Bis es soweit war, gab es allerdings viele Vorbereitungsaufgaben von Vera selbst. Zusätzlich unterstützten sie viele andere, hauptsächlich Ihr Mann Steivan und mein Mann, Padruot. Es kam allen zugute, dass Padruot gelernter Schreiner ist und viel Fachwissen mitbrachte. Über 80 Stunden investierten die beiden in die Objektträger, damit die Werkstücke schön in Szene gesetzt werden konnten.

Dann reisten wir los und verbrachten eine ganze Woche gemeinsam mit den drei Enkelkindern in Österreich.

Während des Anlasses assistierte ich ihr bei den Prüfungsarbeiten. Währenddessen kümmerten sich die Männer um die Kinder, unternahmen Ausflüge ins Bergwerk, ins Uhrenmuseum und vieles mehr.

Es freute mich, von Vera zu hören, dass ich für sie der ruhige Pol in all dem Stress war und ihr Sicherheit geben konnte.
Denn es herrschte tatsächlich ein emotionales Gemisch von Aufregung, Angst, Unsicherheit, aber auch Stolz und Freude in der Salzhalle in Innsbruck, weil die verschiedenen Floristinnen schliesslich alle ihre Prüfung bestehen wollten.

Für mich war die grösste Herausforderung nicht das Assistieren und Beruhigen, sondern auszuhalten, dass ich nicht selbst kreieren und gestalten durfte.
Das tat zeitweise weh: Ich musste loslassen, dass dieser Weg für mich damals nicht möglich war – und mich gleichzeitig ehrlich mitfreuen, dass sie diese Chance hatte und so viel Unterstützung erhielt.
Am Ende bestand sie die Prüfung erfolgreich und ihre Werkstücke wurden bewundert. Weitere tolle Werkstücke von Vera Nogler findest du unter Vera Nogler auf Instagramm.
Und wir, mein Mann und ich, blicken auf eine intensive, erlebnisreiche Woche zurück, die uns als Familie verbunden hat.

Als Referentin am Frauenwochenende zum Thema Selbstannahme
«Ja zu mir und aufblühen» stand als Überschrift zu diesem Wochenende. Es war nicht geplant, dass dieser Anlass so kurz nach dem Todesfall meiner Mutter zusammentreffen würde. Trotzdem war ich gerne bereit, mit über 40 Frauen, ein Wochenende bei strahlendem Wetter am Walensee als Referentin mitzugestalten.
Wir beschäftigten uns intensiv damit, wie der Weg zu echter Selbstannahme aussehen kann. Hier habe ich ausführlich beschrieben, warum uns radikale Selbstannahme so schwerfällt, welche fünf typischen Gründe Selbstannahme oft blockieren und wie wir zu einer neuen Freiheit und Lebensfreude gelangen können. Viele haben gespürt: Selbstannahme gibt Freiheit, macht beziehungsfähiger und lässt uns unsere Gaben mutiger einsetzen. Für mich war es ein Vorrecht, Impulse weiterzugeben.

Auszeiten: So tankte ich Energie auf
Ferien in Südfrankreich
Noch selten habe ich mich so fest auf eine Auszeit am Meer gefreut. Normalerweise bin ich ein Ferienmuffel und muss mich oft überwinden, wegzureisen. Diesen Herbst spürte ich, dass ich emotional erschöpft war und Erholung benötigte.
Für mich gibt es nichts Schöneres, als mit Padruot, meinem Mann, zusammen am Meer und an der Wärme zu sein.
Die kleine, ruhige Wohnung direkt am Meer mit einer traumhaften Aussicht war der ideale Ort, um wieder Energie aufzutanken und meine Trauer zu verarbeiten. Schon lange vor dem Sonnenaufgang sass ich jeweils dort am kleinen Tischchen bei einer Tasse Kaffee und meinem Journaling-Buch. Ich genoss die Ruhe, das sanfte Rauschen der Wellen, die ersten Möwen, die herumflogen und jeden Tag einen traumhaften Sonnenaufgang. Keine Verpflichtung, einfach sein, geniessen und tun, wonach wir Lust hatten.





Wie Floristik mich 2025 inspiriert und begleitet hat.
Floristik gehört zu mir und ist für mich mehr als Blumen, denn «Mini Floristik verzellt Gschichte».
So sind auch in diesem Jahr viele «floristische Geschichten» entstanden. Diejenige vom «De Säge flüsst wiiter» kennst du bereits. Floristik ist für mich mehr, sogar noch mehr als Geschichten zu erzählen, oder ein Handwerk, in dem man gekonnt Blumen zusammenstellt, nämlich:
- Eine Beschäftigung, die mich zutiefst glücklich macht, mir hilft zu regenerieren und mich richtig in den Flow bringt.
- Eine Tätigkeit, die in mir Ehrfurcht weckt, weil sich in den Blumen und in der Natur Gottes Grösse spiegelt und ich diese sichtbar machen kann.
- Eine Möglichkeit, mit meinen Händen Emotionen zu schaffen und Menschen zu berühren und zu erfreuen und auch meine eigenen Emotionen, wie Trauer oder Freude zu verarbeiten.
Ich bin immer noch dankbar, dass mir damals, 1998 der Quereinstieg in die Floristik gelungen ist. Auch wenn ich nicht mehr aktiv in einem Blumenfachgeschäft arbeite, kann ich meine Gestaltungsmöglichkeiten nutzen, um meine florale Handschrift auszuleben. Ehrlich, mutig, echt. Ganz ich und ganz nach meinem Jahresmotto 2025: «Mach’s EINFACH!»
Das ist mein letztes Herz, das ich für Mami gestaltet habe. Sie freute sich immer riesig über Blumen, betonte jedoch, dass man ihr dann an der Beerdigung keine mehr bringen müsse. Innerlich spürte ich, dass es wohl bald nicht mehr möglich sein würde, ihr auf diese Weise meine tiefe Liebe zu zeigen. Statt auf einem Grab stand dieses kleine Herz dann noch eine ganze Weile auf ihrem Stubentisch.





Warum ich 2025 schrieb, bloggte und teilte
Wenn du hier wohnen würdest, würdest du mich regelmässig frühmorgens beim Schreiben und Reflektieren antreffen. Fast täglich sitze ich gemütlich am Esstisch. Neben mir eine Tasse Kaffee und Grüntee und mein Notizbuch. Nach wie vor schreibe ich sehr gerne von Hand und skizziere dabei auch kreative Ideen.
Ich liebe es, über einen Weisheitstext aus der Bibel nachzudenken oder über ein Thema, das mich interessiert und das ich vertiefen möchte. Manchmal ist es auch etwas, das mich praktisch oder emotional beschäftigt.
Planen ist für mich ein Vergnügen und ich bin Fan davon, dafür die Daily Big 3-Methode (meine drei wichtigsten Prioritäten pro Tag) zu nutzen.

Oft entstehen aus diesen ruhigen Zeiten Gedanken, die ich später in Blogartikeln fasse, im Impulsletter teile oder die mich in meiner Beratungstätigkeit leiten. Mir ist es wichtig, dass ich nicht nur Inhalte konsumiere, sondern auch etwas weitergebe. Und ich bin dankbar, dass ich damit meine Leser:innen zum Nachdenken anregen, inspirieren und ermutigen kann, etwas in ihrem Leben umzusetzen, das für sie wichtig ist.

Impulsletter
Wenn du zu meinen Impulsletterleser:innen gehörst, hast du ein- bis zweimal im Monat Post von mir erhalten. Ich bin dankbar für Rückmeldungen, wie diese, denn sie ermutigen mich sehr, weiterzumachen.
- «Sie sind so wertvoll, dini Inputs und Gedanke, und ich nimm sie mir immer wieder z’Herze.»
- «Und wieder hat ein Newsletter von dir vieles bei mir ausgelöst und mich zum Denken angeregt.»
- «Din Newsletter isch immer so fröhlich, frisch, natürlich und inspirierend, ich läse sehr gern vo dir.»
- «Ich lese dini Impulsletter immer sehr gern, lo mich lo inspiriere und gse de mengisch au Sache vomene andere Standpunkt us.»
Wenn du meinen Impulsletter in Zukunft nicht verpassen willst, kannst du dich hier anmelden.
2025 habe ich 27 Blogartikel geschrieben
Besonders viel Anklang fanden diese drei Artikel:
Und auch auf Instagram, LinkedIn und Facebook teile ich regelmässig Gedanken, Impulse und Einblicke aus meinem Alltag.
Blogparade: Älterwerden – na und? Alterslust statt Lebensfrust.
Zum zweiten Mal habe ich zu einer Blogparade aufgerufen und Blogger:innen eingeladen, mitzuschreiben. Zehn Beiträge sind zusammengekommen (siehe hier). Und auch ich habe einen Beitrag dazu geschrieben: Älterwerden – na und? Gestalte dein Leben jetzt!

Weitere schöne und besondere Momente in 2025

- Ich hatte auch 2025 wieder ein Jahresabo im Selegermoor und habe den Park zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten genossen.
- Eine kurze Auszeit im Studio Ahornblick im Simmental tat richtig gut.


- Workshop mit Frauke Niehues: Emotionsanalyse und Emotionsregulation
- Online-Workshop zum Thema Emotionen beim Alfred Adler Institut.


- Der Kurztrip in Colmar, mit meinen Geschwistern und meiner Mutter, war sehr abwechslungsreich und wir haben uns kulinarisch verwöhnen lassen.




- Kulinarische Höhenflüge kamen dieses Jahr auch nicht zu kurz.



Mein 2025-Fazit
Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?
- Obwohl ich offiziell pensioniert bin, habe ich mich entschieden, in einem bewusst gewählten Pensum weiterzuarbeiten.
- Mir immer wieder genügend Zeit für meine Beziehungen, insbesondere für meinen Mann und die Familie zu nehmen.
- Bewusster zu meinen Grenzen, Möglichkeiten und zu mir zu stehen und diese klar zu erkennen und zu vertreten.
Welche wichtige Lektion hat mir 2025 mitgegeben?
Trauern ist ein Prozess und kostet Kraft.
Diese Lektion habe ich nicht freiwillig gewählt; das Leben hat sie mir gestellt. In der Theorie wusste ich sehr viel über dieses Thema, aber in diesem Jahr begegnete es mir ständig: im Abschiedsprozess meiner Mutter, aber auch durch Freunde, die ihre Partner verloren oder mit Krankheiten konfrontiert waren. Es galt für mich meinen Schmerz auszuhalten, aber auch denjenigen von ihnen.
Trauern ist nicht das Problem, sondern die Lösung. In diesem Jahr habe ich herausgefunden, was mir hilft, mit Trauer umzugehen.
- Journaling war für mich die hilfreichste Form, meinen Schmerz auszudrücken und meine Gedanken aus Kopf und Herz aufs Papier zu bringen. Oft liefen mir dabei Tränen herunter, und doch wurde es dadurch leichter.
- Meinen Schmerz mit anderen Menschen zu teilen, war sehr tröstlich. Mein Mann war ein geduldiger Zuhörer, nahm mich immer wieder in den Arm und drückte sein Verständnis aus, ohne mir Ratschläge zu geben. Das war wie Balsam für meine Seele.
- Ich musste akzeptieren, dass Trauern und Loslassen mich viel Kraft kosteten. Das zeigte sich darin, dass ich weniger schrieb und teilte. Es war, als ob im Hintergrund ein Programm lief, das bis heute Kapazität beansprucht.
- Auch über Floristik konnte ich Schmerz verarbeiten – darüber habe ich weiter oben geschrieben.
- Und ich brauchte Zeiten, um bewusst Energie und Kraft aufzutanken. Das gelingt mir am besten in der Ruhe und in der Natur.
2025 hat mich gelehrt: Trauer will nicht weggedrückt werden. Sie will gefühlt, geteilt und gestaltet werden, damit das Leben wieder weitergehen kann.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
Im Mai habe ich einen Blogartikel mit 100 Dingen veröffentlicht, wofür ich dankbar bin. Trotzdem erwähne ich hier noch ein paar, die mir 2025 besonders wichtig waren. Ich bin dankbar für:
- Padruot, meinen Ehemann. Er ist die wichtigste Person in meinem Leben und in meinem Business. Er hält mir den Rücken frei, damit ich mich auf das konzentrieren kann, was ich so gerne tue: coachen, beraten und supervidieren. Das ist in diesem Umfang nur möglich, weil er mir viel Administratives abnimmt, geduldig technische Probleme löst, mich ermutigt, wenn etwas nicht rund läuft, meine Blogartikel als Erster liest, das Layout überprüft und mir ein ehrliches Feedback gibt. Er unterstützt mich nicht nur bei meinen Business-Ideen, sondern ist auch mein bester Freund, mit dem ich durch dick und dünn gehe.

- Meine Gesundheit. In diesem Jahr sind einige Freunde gestorben oder schwer krank geworden. Ich bin so dankbar, dass mein Mann und ich 2025 von grösseren Krankheiten verschont blieben. Padruot muss zwar regelmässig seine Krebswerte überprüfen lassen, aber sie sind aktuell sehr tief und es sind keine neuen Metastasen erkennbar. Unsere gemeinsame Zeit ist für uns eine geschenkte Zeit.
- Unsere Familie. Ich bereue es keinen Moment, dass wir uns vor vielen Jahren für eine Familie entschieden haben. Auch in diesem Jahr konnten wir mit unseren drei Kindern, meinen Schwiegertöchtern, meinem Schwiegersohn und unseren sechs einzigartigen Enkelkindern viele bereichernde Stunden erleben.
- Meinen Beruf als Life Coach, Supervisorin, Beraterin und Workshopleiterin. Und dass meine Kundinnen und Kunden auf unterschiedliche Weise mit mir arbeiten können. Dazu gehören auch mein Homeoffice und mein Praxisraum. Beides sind für meine Kundinnen und Kunden wie Oasen mitten im Alltag, in denen sie wachsen und Herausforderungen anpacken können.
- Meinen Glauben und meine Beziehung zu Jesus. Dieses starke Fundament prägt mich und gibt mir wie ein Leuchtturm Orientierung und Halt.
- Freunde und Businesskolleg:innen: Es tut einfach gut, miteinander Zeit zu verbringen und einander zu unterstützen.

Was waren besondere Herausforderungen in 2025?
Nebst den bereits erwähnten Themen, waren es auch diese:
- Das Loslassen von Wünschen, die nicht mehr möglich sind.
- Gute Entscheidungen zu treffen, wo ich meine Energie investieren will und wo nicht – und damit auch Leute zu enttäuschen, wenn ich mich abgrenze.
- Mein Spannungsfeld zwischen Wollen und Können, insbesondere in Bezug auf Beziehunge. Ich würde gerne mehr Beziehungen pflegen und gleichzeitig steht mir nur eine beschränkte Kraft zur Verfügung.
- Lästige Konflikte bewältigen, die meiner Meinung nach nicht sein müssten.
Mein 2025 in Zahlen
- Impulsletter: 14
- Meine Impulsletterliste ist auf 220 gewachsen.
- Aktueller Stand meiner Instagram-Follower: 257
- Veröffentlichte Blogartikel: 27 (total 134). Wenn du hineinschnuppern möchtest, findest du sie hier.
- Meine aktuelle Domain Authority ist 17 – vor einem Jahr lag sie bei 15.
- Über 50 Personen konnte ich im 1:1-Setting begleiten und weitere in Workshops und Kursen.
- Webseiten-Besucher 2025: ??
- Duolingo-Score: Englisch 68, Spanisch 20

Die 7 meistgesuchten Themen auf meiner Webseite 2025
- Impathie: Was ist Impathie und warum ist sie so wichtig? ➡️ Mit diesen 5 Tipps kannst du Impathie stärken
- Dankbarkeit: 100 Dinge, wofür ich dankbar bin
- Emotionen: Unterschied Emotionen und Gefühle – einfach erklärt
- Mutig sein: 7 Tipps für mehr Mut im Alltag
- Neid: Neidische Frauen erkennen. 4 Schritte, wie du aus der Neidfalle rauskommst
- Energie auftanken: 10 Rituale, die mir dabei helfen und dir vielleicht auch
- Abgrenzung: Abgrenzen ohne schlechtes Gewissen – 7 Gründe, warum es so schwerfällt
Mein Ausblick auf 2026
Was 2026 geplant ist
- Im Januar 2026 starte ich mit einem neuen Mandat als Supervisorin bei Coaching Plus. Ich bin freudig aufgeregt, die Studierenden, die den Zertifikatsabschluss im Bereich Systemischer Coach, Natur- und Erlebniscoach und Mental-Coach machen wollen, in der Gruppensupervision zu supervidieren. Denn die Professionalität und Kompetenz von Beratungsfachpersonen zu fördern, liegt mir besonders am Herzen, .
- Der von mir neu entwickelte Tagesworkshop «Kreativität wirkt» ist zweimal als Präsenzveranstaltung geplant
- Wir freuen uns jetzt schon auf die Familienferien mit allen sechs Enkelkindern auf Kreta. Die Reise und ein schönes Hotel, direkt am Meer sind bereits gebucht.
- Eine besondere Reise nach Jordanien steht auch auf unserem Programm.
- Mein Motto für 2026 ist: «Ich bliib mir treu»!
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
In diesem Blogartikel habe ich die verschiedenen kostenlosen und kostenpflichtigen Angebote näher beschrieben.
➡️ 1:1-Coaching: «Power-Session» für deinen persönlichen und beruflichen Alltag
Willst du eine einzelne Session oder ein kleineres oder grösseres Coaching-Paket? Lass uns in einem kostenlosen, unverbindlichen Kennenlerngespräch (20 Min.) klären, was für dich am sinnvollsten ist. Hier geht’s zum Termin!
➡️ «Reflect & grow» ist ein Booster für deine Weiterentwicklung als Beratungsfachperson und bringt deine Kompetenzen auf ein neues Level. Denn für Coachs oder psychologische/psychosoziale Berater:innen ist Supervision nicht nur ein «Nice-to-have», sondern ein echter Gewinn, wenn man sich weiterentwickeln will.
➡️ Souverän an die HFP: 1:1: Die beratungskompetenzbezogene Supervision und 1:1-Prüfungsvorbereitung sind für alle, die die höhere Fachprüfung Beratung (HFP) abschliessen wollen. Dadurch kann man seine Kompetenzen mit einem Qualitätsnachweis auf eidgenössischem Niveau sichtbar machen und den staatlich geschützten Berufstitel «Beraterin bzw. Berater im psychosozialen Bereich mit eidgenössischem Diplom» tragen.
➡️ Emotionen – wie sie dir helfen, gute Entscheidungen zu treffen. Viel praktisch anwendbares Wissen kannst du in diesem bewährten Online-Kurzworkshop (90 Min.) gewinnen. Willst du das nächste Mal dabei sein? Dann trag dich auf diese Warteliste ein.
➡️ NEU! «Kreativität wirkt – Wenn’s in der Beratung plötzlich Klick macht.» Dieser Tagesworkshop ist als Präsenzveranstaltung am 7. Februar 2026 in Zürich oder am 28. März 2026 in Aarau. Schreibe mir eine Mail und ich schicke dir weitere Informationen.
Erste-Hilfe-Übung zum Durchatmen: Hast du sie schon ausprobiert?

Wenn du auch in Zukunft sporadisch Impulse rund um das Thema Life Coaching, Persönlichkeitsentwicklung und Neuorientierung erhalten willst, dann trage dich gerne in meinen Impulsletter ein.


ist Life Coach, psychosoziale Beraterin HFP, Supervisorin und Mutmacherin aus Wettswil am Albis (Schweiz).
Seit über 30 Jahren begleitet sie Frauen und Fachpersonen im Bereich Coaching und psychosozialer Beratung dabei, ihr Leben und ihre Arbeit mutig, klar und echt zu gestalten – sei es in der Persönlichkeitsentwicklung, bei einer Neuorientierung oder in der beruflichen Weiterentwicklung. Sie liebt es, wenn Augen zu leuchten beginnen und Klarheit entsteht. Ihr Ansatz ist kreativ, integrativ und geprägt von Herzlichkeit und Tiefgang.
«Gschtalt dis Läbe! Muetig, ächt und lebändig.»
Mehr über mich erfährst du hier!

Liebe Esther!
Herzlichen Dank für das Teilen Deines Lebens! Eine „lebendige“ Biografie🙏❤️
Ich bin immer noch am verarbeiten des Heimgangs von Ernst💔 Dazu kam der Heimgang von Erich, der mir innerlich sehr nahe stand. Am 1. Advent starb Martin, der Bruder von Ernst.
Dir / Euch von ❤️ Gottes Segen fürs 2026 Tabea
Liebe Tabea
Gern geschehen.
Den Tod von geliebten Menschen zu verarbeiten, ist wirklich oft eine grosse Herausforderung. Es tut mir leid, zu vernehmen, dass auch Martin gestorben ist.
Ich wünsche dir immer wieder viel Kraft, Trost und einen inneren Frieden.
Gottes Segen auch für dich, liebe Tabea.
vielen dank esther, für alli guete,spannende,lehrriche und interessante inputs i dim blog, wo du zur verfügig stellsch und so zu minere wieterbildig als psychosoziakle Beraterin bitreisch.danke und dir viel säge,xundheit und freud im 2026
bettina pfenninger
Liebe Bettina
Herzlichen Dank für dein Feedback. Es freut mich sehr, dass mein Blog dich auf dem Weg zur psychosozialen Beraterin inspiriert. Auch dir wünsche ich viel Segen, Gesundheit und Freude im 2026.
Esther
Liebe Esther,
danke für deinen offenen und bewegenden Rückblick auf 2025.
Es berührt mich, wie ehrlich du die Momente der Trauer benennst und gleichzeitig Raum lässt für die vielen kleinen Schritte nach vorne. Gerade diese Mischung aus Annehmen und Weitergehen macht deinen Weg so kraftvoll und menschlich.
Und an deiner Blogparade „Älterwerden – na und?“ hätte ich 2025 glatt teilnehmen können, denn ich habe darüber ebenfalls gebloggt. 😉
Ich wünsche dir für 2026 viel Wärme im Herzen und Momente der Ruhe.
Liebe Grüße
Stefanie
Sehr gerne, liebe Stefanie. Danke herzlich für dein Feedback. Es freut mich, dass der Rückblick dich berührt hat.
Wer weiss, vielleicht begegnen wir uns bei einer nächsten Blogparade – das würde mich freuen.
Auch dir wünsche ich nur das Allerbeste für 2026.
Liebe Grüsse
Esther